Filthy Rich: Review der Pilotepisode (2024)

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Von: Loryn Pörschke-Karimi

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Filthy Rich: Review der Pilotepisode (1)

In der Serie Filthy Rich geht es um eine Familie aus den US-Südstaaten, die sich mit einem christlichen Sender eine goldene Nase verdient hat. Als der Patriarch bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommt, stellt sich heraus, dass er mehrere uneheliche Kinder gezeugt hat, die nun kommen, um ihren Anteil vom Bankkonto abzuholen.

Spoilerwarnung - diese Meldung kann Hinweise auf die Fortführung der Handlung enthalten!

Die FOX-Serie Filthy Rich basiert auf einer neuseeländischen Serie gleichen Titels. Im Remake steht Sex and the City-Star Kim Cattrall an der Spitze der schwerreichen Familie, was der Serie mehr Aufmerksamkeit verschaffen könnte. Doch kann die Produktion sich diesen Vorschub an Neugier mit der Pilotepisode auch ehrlich verdienen?

Worum geht es?

Wir lernen die Monreaux-Familie kennen als strahlende, christliche Südstaatenfamilie, die ihre Botschaft von Gott über einen eigenen, äußerst erfolgreichen Fernsehsender verbreitet (die sogenannten televangelists) - und sich dabei eine goldene Nase verdient. An der Spitze steht Margaret (Cattrall), die sich in strahlendem Weiß mit Engelsflügeln auf die Bühne fliegen lässt. Die beiden erwachsenen Kinder Rose (Aubrey Dollar) und Eric (Corey Cott) stehen hinter ihren Eltern. Doch der Patriarch Eugene (Gerald McRaney) sitzt zwar repräsentativ mit seiner Familie vor der Kamera am Tisch, um die Zuschauer zu einem guten Südstaatendinner mitzunehmen. Doch es dauert nie lange, bis er sich in seinen Privatflieger setzt, um einen Geschäftstermin wahrzunehmen. Und nebenbei seine zahlreichen Affären zu besuchen.

Doch in der Pilotepisode ist es das letzte Mal, dass der gute Christ die Hosen vor seinen jungen Begleiterinnen herunterlässt, denn das Flugzeug stürzt ab.

Mitten in der Trauer steht Margaret und den Kindern eine Überraschung bevor. Denn seine zahlreichen Affären haben nicht nur ein Kind, sondern gleich drei uneheliche Kinder für Eugene hervorgebracht. Da wäre als Erstes Ginger (Melia Kreiling), die in Vegas aus der Armut heraus ihr eigenes erfolgreiches Unternehmen aufgebaut hat. Sie betreibt eine Webseite, auf der Männer sexy Videochats buchen können. Statt langweilige Anzugträger hat sie in jedem Büro eine besondere Szenerie zum Anheizen aufgebaut, unter anderem die sexy Heidi-Phantasie inklusive echter Kuh zum Melken...

Weitere Kinder sind die Söhne Jason Conley (Mark L. Young), Marihuana-Farmer aus Colorado, und Antonio Rivera (Benjamin Levy Aguilar), auftrebender Boxer und liebevoller, alleinerziehender Vater für seinen kleinen Sohn.

In New Orleans zeigt sich unterdessen, dass die Familienidylle auch ohne den plötzlichen Tod tiefe Risse hat. Eric, Vizepräsident im Familienunternehmen, hat eine Frau geheiratet, die seine Mutter aus tiefstem Herzen hasst: Becky (Olivia Macklin). Tochter Rose wird von der Mutter so unter der Fuchtel gehalten, dass alleine das Zuschauen schon wehtut.

Als die drei unehelichen Kinder im Süden ankommen, versuchen die Monreaux', sich mit einer Million aus der Nummer herauszukaufen, um zu vermeiden, dass das Testament ausgeführt wird, nachdem die drei unehelichen Kinder genauso viel erhalten wie Rose und Eric. Während Jason und Antonia die Million gerne nehmen würden, verhindert Ginger hingegen ein vorschnelles Handeln, denn sie weiß, dass sie mehr wert sind als das.

Wie kommt es rüber?

Es ist ein bekanntes US-Remake-Syndrom, dass sie leider genau das auswischen, was die Originalserie zuvor ausgemacht hat. Das liegt eventuell weniger an Fehlern der Serienmacher als daran, dass die typisch glattgebügelte US-Optik alles ausmerzt, was andere Serien besonders macht. Aus der neuseeländischen Satire hat man bei FOX ein recht typisches Soapdrama gemacht, in dem die Komik nur mühsam durchscheint. Der Cast ist zu attraktiv, hat zu wenige Ecken und Kanten und auch aus dem Drehbuch versucht man, alles rauszubügeln, was den Zuschauer zum Denken anregen könnte. Stattdessen soll das Publikum doch bitte schnell erkennen, wer hier wo steht und was los ist. Auf der einen Seite der arrogante, verwöhnte Sohn, auf der anderen Seite der alleinerziehende, strauchelnde Vater mit dem Welpenblick.

Was auch immer das Original besonders und erfolgreich gemacht hat - es hat es nicht bis nach Amerika geschafft.

Was wir von der US-Version bekommen, ist eine eintönige Familiengeschichte über eine reiche Familie, die sich überraschend mit neuen Mitgliedern auseinandersetzen muss. Die Figuren bleiben flache Abziehbilder voller Klischees, die Story hat keinerlei Überraschungen zu bieten. Selbst ein geheimer Komapatient ist schon in der Pilotepisode mit dabei. Leider kann lediglich die gut gemachte Kulisse unterhalten, der Rest nimmt sich zu ernst, um zu amüsieren und hat zu wenig Spannung, um spannend zu sein.

Fazit

Wie schon das US-Remake Almost Family der australischen Serie Sisters kann auch das neue Remake nichts auf die Mattscheibe bringen, was überhaupt ein Remake rechtfertigen würde. Stattdessen bügelt man alles heraus, was das Original spannend macht. Am Ende kommt ein hübsches, attraktives Produkt heraus, das sich nichts traut, genau das aber nicht zugeben will.

Hier abschließend der Trailer zur neuen US-Serie Filthy Rich:

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